Berechnung des Unternehmenswertes


Lasst und dieses Zitat mal auseinander nehmen:. Viele Positionen in der Bilanz sind leider nicht vollständig belastbar, weil wir nicht sicher wissen, welcher Betrag wirklich für diese Position real zu erzielen ist.

Ertragswertverfahren


Die Erträge aus der Vergangenheit sind jedoch nur ein Indikator unter vielen für die zukünftige Entwicklung des zu bewertenden Unternehmens. Für den Erwerber des Unternehmens ist entscheidend, wie viel Gewinn er in Zukunft mit dem Unternehmen erwirtschaften kann.

Er muss also ermitteln, wie viel Kapital ein Käufer anlegen müsste, um bei einer sechsprozentigen Verzinsung Strebt also ein Käufer eine Kapitalverzinsung von mindestens sechs Prozent an, liegt der für ihn maximal akzeptable Kaufpreis für das Unternehmen mit einem Cashflow von Bei einer unterstellten Verzinsung von zehn Prozent sinkt der Unternehmenswert auf 1.

Hier wird noch ein gewichtiges Argument für eine frühzeitige Planung der Nachfolge deutlich: Bei dem beschriebenen Verfahren bestimmt die Ertragserwartung für ein Unternehmen dessen Wert. Die Ertragserwartung für ein Unternehmen ist umso besser, je eher die Regelung der Nachfolge angegangen wird. Denn nur eine frühzeitige und umfassend geplante Nachfolge lässt Unsicherheiten bei Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und bei der Bank gar nicht erst entstehen, so dass die vorhandene Ertragskraft und damit der Unternehmenswert nicht gefährdet wird.

Beim Substanzwertverfahren werden die Kosten addiert, die bei der Reproduktion des vorhandenen Unternehmens anfallen würden. Der Substanzwert bezeichnet den gegenwärtigen Verkehrswert aller materiellen, immateriellen, betriebsnotwendigen und nicht betriebsnotwendigen Vermögensgegenstände, abzüglich der Schulden und Verbindlichkeiten des Unternehmens. Die Substanz kann unter der Annahme der Fortführung Substanzwert oder der Liquidation Liquidationswert eines Unternehmens ermittelt werden.

Die Schwierigkeit, die immateriellen Werte zu berechnen, führt in der Praxis meist dazu, dass nur die materiellen Werte erfasst werden. Immobilien können vereidigte Gutachter schätzen. Bei der Schätzung des Substanzwertes der beweglichen Wirtschaftsgüter helfen ebenfalls vereidigte Sachverständige, Berater oder Verbände. Wenn stille Reserven aufgelöst werden, fallen Gewinnsteuern darauf an, die bei der Liquidation oder beim Verkauf des Unternehmens fällig werden können.

Da Unternehmer wählen können, ob und wann sie solche Reserven tatsächlich auflösen, zieht man in der Regel nur die Hälfte der latenten Steuern vom Eigenkapital ab. Die Ertragswertmethode stellt auf die zukünftigen Gewinne des Unternehmens ab. Sie geht davon aus, dass auch in Zukunft ein konstanter Gewinn anfällt.

Diese zukünftigen Gewinne werden auf den heutigen Zeitpunkt umgerechnet, und zwar mit einem Diskont- oder Kapitalisierungssatz. Notwendig für die Berechnung sind also realistische Gewinnzahlen und der angemessene Diskontsatz. Auch der Diskontsatz ist nicht klar definiert und wird sehr unterschiedlich hergeleitet.

Vielfach dient ein risikoloser Zinssatz als Basis. Hinzu kommen Aufschläge für das Risiko einer Firmenbeteiligung, für Klumpenrisiken, für die Abhängigkeit von Personen und weitere unternehmensspezifische Risiken. Meistens wird als Annäherung der Durchschnittsgewinn der letzten 3 bis 5 Jahre herangezogen. In der Regel müssen die Gewinne bereinigt werden. Zum Beispiel verbuchen Kleinbetriebe oft Aufwendungen, die mit dem Unternehmen nichts zu tun haben. Auch zu hohe Abschreibungen müssen angepasst werden.

Diese Betrachtung spiegelt nur die Vergangenheit und erfasst nicht die zukünftigen Zahlungsströme. Dies ist vor allem problematisch, wenn sich ein Unternehmen in einer Wachstumsphase befindet. In solchen Fällen eignet sich eine Bewertung mit Cashflows besser. Den Diskontsatz schlüsselt man am besten auf.

Zur Plausibilisierung kann man den Wert der Steuerbehörde heranziehen, der aktuell 7,5 Prozent beträgt. Der Vorteil der Praktikermethode liegt darin, dass sie Substanz und Ertrag einer Unternehmung verbindet. Sie wird häufig angewendet, weil die Herleitung einfach und verständlich ist. Auch die schweizerische Steuerkonferenz schreibt diese Formel für die steuerliche Bewertung vor und wendet sie selbst an.

Praktische Anleitung zur erfolgreichen Nachfolgeregelung Ihres Unternehmens.

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