Ricardo-Modell


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Stabile versus instabile Wechselkurse. Worin bestehen diese Besonderheiten? Wodurch kann bei einem anhaltenden Devisenbilanzdefizit die politische Unabhängigkeit gefährdet werden? Warum wird ein Zahlungsbilanzausgleich angestrebt, obwohl die Zahlungsbilanz doch ex definitione ausgeglichen ist? Worauf wird abgehoben, wenn man einerseits zwischen stabilen und instabilen Wechselkursen und andererseits zwischen festen und flexiblen Wechselkursen unterscheidet?

Warum fordert ein Teil der Wirtschaftswissenschaftler die Sta- bilität der Wechselkurse, obwohl von den allgemeinen Preisen eine permanente Anpassung an die Datenänderungen verlangt wird?

Nach einem ersten Kriterium wird danach gefragt, ob nicht nur Inländer, sondern auch Ausländer an den Aktivitäten beteiligt sind. Nach einem zweiten Kriterium wird danach ge-fragt, ob die Transaktionen grenzüberschreitend sind. Die politische Unabhängigkeit kann durch anhaltende Devisen-bilanzdefizite gefährdet werden, da die Gläubigerländer den Schuldnerländern die Bedingungen diktieren können, die not-wendig sind, um das Devisenbilanzdefizit zu verringern.

Der Mangel an eigenen Rohstoffen kann eine Volkswirtschaft in Abhängigkeit ausländischer Staaten bringen. Auch die Speziali-sierung auf einige wenige Exportgüter kann Abhängigkeiten zum Ausland schaffen, wenn die Nachfrage nach diesen Gütern weltweit zurückgeht.

Das Ziel des Zahlungsbilanzausgleiches bezieht sich immer nur auf Teilbilanzen, da die gesamte Zahlungsbilanz ex definitione immer ausgeglichen ist. Der Forderung nach Ausgleich der Devisen- und Leistungsbilanz liegt die Grundidee zugrunde, dass eine Volkswirtschaft nur dann Bestand hat, wenn vorübergehende Ungleichgewichte stets abgebaut werden.

Bei der Unterscheidung zwischen stabilen und instabilen Wech-selkursen wird nach dem zeitlichen Verlauf der Wechselkurse gefragt, bei der Unterscheidung nach festen und flexiblen Wech-selkursen stehen hingegen unterschiedliche Wechselkurssysteme zur Diskussion. Kein Unternehmer sei in der Lage, alle Datenänderungen, die in die Wechselkursänderungen einge-hen zu überschauen.

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Gründe für gesonderte Behandlung Übertragung des allgemeinen Ziel-Mittel-Trägerschemas Alle wirtschaftlichen Aktivitäten des Staates, bei denen In- und Ausländer beteiligt sind oder 2. Beide Definitionen verhalten sich wie zwei sich überlappen-de Kreise: Ein Beispiel für Aktivitäten, die nur dem 1.

Ein Beispiel für nur grenzüberschreitende Aktivitäten wäre bei einer Auswanderung gegeben. Es sind andere politische Rahmenbedingungen gegeben, z.

Mobilität und Preisausgleichstendenz sind vermin-dert. Bei allgemeinen Märkten kommt es primär auf Mengen-elastizitäten an. Die Stabilitätsbedingung lautet hier: Saldo der Devisenbilanz hI: Importnachfrageelastizität des Inlandes hA: In der Binnenwirtschaft gelte die Forderung nach Gleichbehand-lung aller Bürger, während importierte Waren sehr wohl mit Sonderabgaben Zöllen belegt werden können. Bei endlichen Angebotselastizitäten gilt allerdings die etwas gün-stigere Robinson-Bedingung.

Innerhalb der immateriellen Ziele geht es erstens um die Er-haltung der individuellen Freiheit: Freihandel, Freizügigkeit und volle Konvertibilität der Währungen. ZB-Defizite, der Importnotwendigkeit existentieller Güter, verbunden mit einem Angebotsmonopol einzelner Länder sowie bei Spezialisierung auf ein einziges Exportgut. Drittens wird innerhalb der immateriellen Ziele die politi-sche Integration angestrebt.

Es geht hierbei um Reisefreiheit, Freizügigkeit und eine friedliche Austragung von regionalen Konflikten. Niveau, Allokation und Vertei-lung der Produktion. Es geht um eine Förderung der Weltproduktivität, eine optimale internationale Arbeitsteilung und um Faktorpreisausgleich.

Als instrumentale Ziele werden angestrebt: Ein ZB-Ausgleich und eine Wechselkursstabilität. Innerhalb des Mitteleinsatzes wird erstens nach Eingriffs-bereichen unterteilt. Preisen, Mengen und sonstigen Bedingungen. Innerhalb des Mitteleinsatzes wird drittens nach der Ein-griffsintensität unterschieden. Es geht hierbei um: Nach dem Börsencrash vom Mai Gründerkrach ging die deutsch Reichsregierung von ihrer den Freihandel begünstigenden Linie ab. Das Freihandelsnetzwerk kam zusätzlich ab durch billige Getreideimporte aus Russland und den USA unter Druck, was zu vereinzelten Handelskriegen führte, jedoch erst mit dem Ausbrechen des Ersten Weltkriegs und damit nicht primär aus wirtschaftlichen Gründen zu Fall.

Der für Freihandel plädierende John Maynard Keynes schrieb Die USA praktizierten eine allgemeine Isolationspolitik. Die Weltwirtschaftskrise von Schwarzer Freitag schöpfte, als sie einmal ausgebrochen war, einen Teil ihrer Dynamik daraus, dass die Länder, angestachelt vom wirtschaftlichen Kollaps, ihre Grenzen für ausländische Produkte schlossen, und so mit dem Zerschlagen des zwischenstaatlichen Handels auch die Wirtschaft abermals unter Druck setzten. Handelsbeschränkungen nahmen seitdem im Welthandel tendenziell ab.

Seitdem ist die Tendenz erkennbar, dass statt des durch die Welthandelsorganisation zu fördernden Multilateralismus die Staaten auf bilaterale Freihandelsabkommen zurückgreifen wie etwa beim Umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommen mit Kanada September oder dem Freihandelsabkommen EU-Japan Juli Die fortschreitende Freihandelspolitik war eine Grundlage der Globalisierung , deren Auswirkungen kontrovers diskutiert werden.

Globalisierungskritiker sehen die Gefahr von Ausbeutung und Zementierung bestehender Gefälle sowie die Untergrabung der Wirtschaftspolitik der Nationalstaaten.

Ökonomen wie Jagdish Bhagwati weisen jedoch darauf hin, dass beispielsweise in Indien und China die Armut zwischen und , zwei Jahrzehnten beschleunigter Integration in die Weltwirtschaft, dramatisch zurückgegangen sei. Die politisch oft instabilen Staaten der Dritten Welt können kaum Einfluss auf die Standards nehmen, die dem Handel zugrunde liegen z.

Hygienestandards bei Lebensmitteln, Sozialstandards bei der Produktion von Konsumgütern. Ihre lokale Produktion ist kaum konkurrenzfähig gegenüber Billigimporten. Mit dem Freihandel einher gehen auch Abkommen zur Liberalisierung des Kapitalverkehr und damit wiederum Investitionsschutzabkommen. Diese sehen meist vor, dass ein Investor im Gaststaat das Recht erhält, die Gewinne aus der Investition in einen anderen Staat zu transferieren.

Auch kann die Situation eintreten, dass ein Gaststaat durch den Investitionsschutz gezwungen wird, seine innerstaatliche Rechtsordnung einzufrieren und demokratisch beschlossene Prozesse im Sinne des Investors und gegen den Willen des Volkes zu unterbinden, um den Vorgaben des Investitionsschutzes zu genügen.

Juristen, die im privatrechtlichen Bereich für die Investoren tätig sind. Da Investitionsschutzklagen oft der Geheimhaltung unterliegen und keine Berufungsmöglichkeiten gegen die Entscheidungen der Schiedsgerichte vorgesehen sind, fehlen demokratische und juristische Kontrollmöglichkeiten.

Denkbar sind und eingereicht wurden z. Klagen von Investoren gegen Mindestlöhne wie im Fall Ägyptens , [23] gegen Garantiepreise für die Einspeisung alternativer Energien, gegen Frackingverbote oder gegen Warnhinweise auf Zigaretten.

Die Idee des Freihandels basiert auf dem klassischen Wirtschaftsliberalismus. Dann besteht absolute Warenverkehrsfreiheit. Gelingt dies nicht, droht den importlastigen Staaten hohe Staatsverschuldung mit der Gefahr des Staatsbankrotts , während exportlastige Staaten zwar zunächst Staatsvermögen anhäufen. Hierunter befinden sich jedoch Exportforderungen gegen importlastige Staaten, die einen Forderungsausfall bei exportlastigen Staaten auslösen, welche dadurch einen Verlust aus Abschreibung hinnehmen müssen.

Deutschland müsste zur Erfüllung dieses Gesetzes entweder aufwerten Hindernis: Diese wirtschaftspolitischen Mittel sind jedoch geeignet, den Freihandel zu beschränken. Aus Sicht der meisten Ökonomen lassen sich durch Freihandel Wohlfahrtsgewinne realisieren komparativer Kostenvorteil. Allerdings sind die entwicklungs-, umwelt- und sozialpolitischen Folgen des Freihandels umstritten.

Länder, die in ihrer Geschichte stets zum Freihandel tendierten; Länder, die in ihrer Geschichte vom Protektionismus zum Freihandel wechselten; und Länder, die in ihrer Geschichte stets stark protektionistisch agierten.

Freihandelnde Entwicklungs- und Industrieländer hatten im Zeitraum — sehr hohe Wachstumsraten. Insbesondere armen Ländern schadete im gewählten Zeitraum der Protektionismus. Ha-Joon Chang Wirtschaftswissenschaftler an der London School of Economics stellte allerdings klar, [29] dass die Entwicklungsländer in den er und er Jahren bevor sie ihre Märkte öffneten und deregulierten ein erheblich höheres Wirtschaftswachstum hatten als später.

Francisco Rodriguez und Dani Rodrik kritisierten an einigen dieser Studien, die einen positiven Zusammenhang zwischen Freihandel und Wachstum fanden, dass die Indikatoren der Handelspolitik falsch gewählt wurden oder mit anderen Ursachen schwachen Wachstums stark korrelierten. Als Beweis werden folgende Beispiele angeführt:. Mexiko, früher Selbstversorger mit dem Hauptnahrungsmittel Mais, wurde mit diesen subventionierten US-amerikanischen Landwirtschaftsprodukten und Fleisch überschwemmt, dessen Preis 20 Prozent unter den Produktionskosten liegt.

Die erwartete Spezialisierung und Erhöhung der Wertschöpfung in der mexikanischen Landwirtschaft trat nicht ein:

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