Navigation

Die transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft und die Rolle von Computable General Equilibrium-Modellen: Ein Versuch der ›Steuerung fiktionaler Erwartungen‹ [Anmerkung 0] [Eine Veröffentlichung in der Zeitschrift New Political Economy ist vorgesehen.].

Diese Probleme werden durch die Form mit anderen Worten:

TTIP: Ein Handelsabkommen zum Gruseln

Wir fordern die Institutionen der Europäischen Union und ihre Mitgliedsstaaten dazu auf, die Verhandlungen mit den USA über die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zu stoppen, sowie das Umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) mit Kanada nicht zu ratifizieren.

Ich finde, das ist schon fast ein normaler Vorgang und keiner, der sozusagen einer besonderen Begründung bedarf. Wenn uns das gelingt, könnten wir eine Menge Vorteile erreichen: Es gibt ein besonders schwieriges Thema, das sind die Investitionsschutzabkommen. Meine Position habe ich hinlänglich in der Öffentlichkeit auch in den letzten Wochen deutlich gemacht. Ich glaube, dass es solcher Investitionsschutzabkommen zwischen zwei Demokratien und zwei entwickelten Rechtsstaaten wie den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union eigentlich nicht bedarf.

Wir werden sehen, zu welchen Ergebnissen sie kommen. Der amerikanische Verhandlungsführer, Botschafter Froman, hat gesagt: Ja, für uns mag das nicht so wichtig sein, aber ein hoher Standard solcher Investitionsschutzabkommen würde uns auch helfen, die weltweit 3. Dieses Argument, finde ich, gehört mit in die Debatte.

Ich will allerdings sagen, dass für mich - und ich nehme an, auch für die Europäische Kommission - etwas absolut undenkbar wäre, über Investitionsschutzabkommen die Willensbildung in Parlamenten. Die demokratische Entscheidungsstruktur in unseren Ländern irgendwie zu beeinflussen oder aufzuhalten, das darf - und ich bin sicher - das wird am Ende auch nicht das Ergebnis des Freihandelsabkommens sein. Das sind die ersten Themen, die wir heute hier besprochen haben.

Da drin läuft jetzt sicher eine nach wie vor kritische Debatte weiter. Sind Soziale Netzwerke Gut oder Schlecht? Soziale Netzwerke-ja oder nein? Wir besuchen die Sozialen Netzwerke täglich, da sie uns vielfältige Möglichkeiten, wie Inhalte posten oder teilen, Informationen finden oder zur Verfügung.

Dieser Absatz ist in der Vorschau nicht sichtbar. Sie können das Dokument kostenlos tauschen. Dieser Textabschnitt ist in der Vorschau nicht sichtbar. Text von Theodor A. Bewertung [ Details ]. Weitere Dokumente Erörterung Erörterung: Er nimmt an, dass Akteur nicht in der Lage sind, ihre Entscheidungen rational zu bestimmen, sondern eher bestimmten Ideen vertrauen, um sich in den verräterisch unsicheren Gewässern ihrer sozialen Welt zu orientieren.

Mit anderen Worten, und um die bereits gebrauchte Metapher erneut zu bemühen: Was bringt Akteure dazu, eine bestimmte Strömung eher als eine andere zu wählen, um sich in den unsicheren Gewässern der sozialen Welt zurecht zu finden? Es wäre beispielsweise schwer, sich eine Firma vorzustellen, die nicht irgend eine Form von Businessplan entwickelt. Sie spielen allerdings auch eine Rolle im Raum der politischen Auseinandersetzung.

Beckerts Untersuchungsschwerpunkt der Art, nach der solche Akteure die Zukunft konzeptualisieren, erlaubt es uns, auf eine spezifische Form solcher strategischen Imaginationen hinzuweisen, nämlich die ökonomische Modellrechnung, die bei der Bestimmung wirtschaftlichen Handelns überaus entscheidend ist. Wir werden deshalb im Rest dieses Abschnitts zeigen, wie Eliten solche durch wirtschaftliche Prognostik gelieferten Imaginationen benutzen können. CGE-gestützte Modelle haben als Ausgangspunkt das von Arrow-Debreu entwickelte allgemeine Gleichgewichtsmodell, das zum Kern der modernen neoklassischen Ökonomie zählt siehe Arrow und Debreu ; für eine kritische Würdigung siehe Ackerman und Nadal In einer solchen Situation gibt es keine überschüssige Nachfrage und alles Marktgeschehen klärt sich unter den Bedingungen eines perfekten Wettbewerbs.

Demgegenüber sind wir der Auffassung, dass die Verwendung von CGE-basierten Modellen als ein wichtiges Beispiel für die Steuerung fiktionaler Erwartungen zu begreifen ist. CGE-Modelle stimmen mit solchen Erwartungen darin überein, dass sie als verlässliche Prognosen vorgestellt werden, obgleich sie von einer bemerkenswerten Unsicherheit geprägt sind. Das ist vor allem simplifizierenden Modellannahmen geschuldet, die der Theorie eines allgemeinen Gleichgewichts entlehnt werden und davon ausgehen, dass alle Individuen rationale Optimierer und alle Märkte klar durchschaubar sind.

In den Worten des im Umgang mit mathematischen Modellen erfahrenen Clive George, der pointiert feststellt: Zudem beleuchtet George, wie politische Entscheider gewillt sind, einen extrem hohen Grad von Unsicherheit zu akzeptieren: Diese offensichtlich fahrlässige Vernachlässigung der Genauigkeit von Voraussagen zeigt, wie CGE-basierte Modelle als politisches Instrument benutzt werden.

Oftmals liefern sie einige schlagzeilentaugliche Zahlen oder statistische Reihen, die geeignet sind, von politischen Entscheidern und Politikern zur Legitimierung bestimmter Planungen zahllose Male wiederholt zu werden: Einmal abgesehen von der Bereitstellung einiger weithin publizierten Zahlen leiden CGE-Modelle allerdings unter einem bemerkenswerten Mangel an Transparenz, was es der allgemeinen Leserschaft schwer macht, sie zu hinterfragen Decanio Böhringer und Löschel Allerdings kann keine Berechnung für eine solche Kompromissbildung aufgeboten werden, während die bevorteilte wirtschaftliche Effizienz gut in ökonomischen Modellen darstellbar ist.

Um nochmals Fioramonti Sie messen die Differenz zwischen zwei Gleichgewichtspunkten t1 und t2 , ohne die Mechanismen der Angleichung zwischen ihnen zu berücksichtigen George Diese Probleme werden durch die Form mit anderen Worten: Dabei dominiert ein statisches mikro- ökonomisches Rahmenwerk und verstärkt die Tendenz, gesellschaftliche und umweltrelevante Folgekosten lediglich als ökonomische Kompensationseffekte zu bewerten.

Den Forschenden fällt damit ein erheblicher Einfluss zu. Im Ergebnis bemerkt sogar The Economist , zitiert bei Scrieciu Der steinige Weg transatlantischer regulativer Zusammenarbeit Nachdem wir gezeigt haben, wie CGE-Modelle zur Steuerung fiktionaler Erwartungen eingesetzt werden können, wird dieser Abschnitt darlegen, warum die Erzeugung optimistischer Erwartungen bezüglich der Konsequenzen eines Handelsabkommens zwischen der EU und den USA angesichts des bisher dürftigen Verlaufs solch einer Zusammenarbeit durchaus notwendig sein kann.

Seit dem Ende des Kalten Kriegs wurden wiederholt Versuche unternommen, einen transatlantischen Markt zu etablieren. Tatsächlich haben die EU und die USA erstmals im Jahre , nämlich durch die Transatlantische Erklärung, ihre bilateralen Beziehungen institutionell verankert, indem eine Zusammenarbeit in wirtschaftlichen, kulturellen und sicherheitspolitischen Fragen vereinbart wurde. Die Ergebnisse stellten sich bald als enttäuschend heraus, dank mangelnden Interesses seitens einiger Mitgliedstaaten, insbesondere Frankreichs Steffenson Zudem war die Kommission ängstlich darauf bedacht, die Identität der EU zu stärken, bevor sie sich auf die transatlantische Zusammenarbeit einlassen wollte Featherstone und Ginsberg Allerdings wurde diese Initiative im Europäischen Rat abermals durch Mitgliedsstaaten unter Führung Frankreichs blockiert.

Aber schon bald stellte sich heraus, dass sowohl die Verhandlungen zu neuen Bereichen als auch die Umsetzung der bereits unterzeichneten VGA ins Stocken kam Pollack und Shaffer Seither haben EU und USA verschiedentlich versucht, in den er Jahren den Prozess der regulatorischen Zusammenarbeit wieder zu beleben, aber dies hat bisher zu sehr begrenzten Ergebnissen geführt [Anmerkung 4].

Obgleich also die er Jahre aufgrund struktureller Veränderungen in der globalen politischen Ökonomie sowie der Wirtschaftsbeziehungen zwischen EU und USA eine Zusammenarbeit begünstigten, haben entsprechende Anstrengungen trotz verschiedener Anläufe keine nennenswerten Ergebnisse erbracht Smith Laut einem der am besten mit der Materie vertrauten Beobachter der transatlantischen Wirtschaftszusammenarbeit sind die Gründe dafür: Zusammenfassend ist festzustellen, dass EU und USA zwei Jahrzehnte lang erfolglos versucht haben, einen transatlantischen Markt auf der Basis regulatorischer Kooperation zu etablieren.

Um die politischen Schwierigkeiten einer solchen regulatorischen Zusammenarbeit zu verstehen, die auch der TTIP drohen, ist es entscheidend, sich ihre verschiedenen Formen anzusehen, die in der Vergangenheit solche Probleme bereitet haben.

Die verschiedenen Formen regulatorischer Zusammenarbeit - ein Überblick Wir beginnen mit einer Unterscheidung zwischen den GA und einer Harmonisierung. Diese Ansätze differieren fundamental in der Art, in der sie politische Regelungen über den Markt bestimmen lassen. Die Inländerbehandlung keine regulatorische Zusammenarbeit bewahrt die Vorherrschaft der nationalen Politik, während die GA sie dem Markt überlässt. Eine Harmonisierung dagegen verschiebt die politische Regelung des Markts auf eine supranationale Ebene.

Folgerichtig argumentiert Trachtman Deshalb hält er fest, dass eine GA nur dann wünschenswert ist, wenn sie von einer grundsätzlichen Harmonisierung begleitet wird, also von vereinbarten anwendbaren Mindestnormen, so wie im Gemeinsamen Markt der EU. Diese Mindestbedingungen können durch GA von Staaten, die noch immer höhere Normen von ihren eigenen Zulieferern verlangen können, erweitert werden, die allerdings nicht für Zulieferer aus Partnerländern gelten.

Nach Trachtman wird der regulatorische Wettbewerb aber eine Konvergenz auf die vereinbarten Mindeststandards oder die am wenigsten anspruchsvollen Regeln hin bewirken, wenn die GA nicht durch eine grundlegende Harmonisierung unterfüttert wird.

Da allerdings der verbesserte Typ der GA politisch anspruchsvoller ist, wie die bisherige Darstellung gezeigt hat, kann man mit guten Gründen den Erfolg von EU und USA bei den Verhandlungen über eine noch ambitionierte regulatorische Konvergenz bezweifeln, da schon die beschränkteren Optionen erheblichen Schwierigkeiten begegnet war [Anmerkung 6]. In Abschnitt 5 werden wir zeigen, wie die Kommission die Fragen, die sich aus dem langen und unbefriedigenden Befund zur transatlantischen regulatorischen Zusammenarbeit ergeben, übergeht.

Doch zuvor müssen wir einen Überblick zu den Folgenabschätzungen geben, die diese Taktik der Kommission ermöglicht haben und verrät, weshalb die Kommission die GA einer Harmonisierung vorzieht. Sie identifizierte drei Politikoptionen der zukünftigen transatlantischen Handelspolitik: Die umfassende ambitionierte Option C. Für die eher begrenzten Szenarien erwiesen sich die hypothetischen Gewinne aus einer Liberalisierung als sehr gering [Anmerkung 7].

Für das konservativ angelegte Szenario C. Dies erhöhte sich im Szenario C. Abbildung 1 zeigt eine graphische Darstellung der Gewinne, die sich unter der Option C. Es ist bemerkenswert, dass die Präferenz der Kommission für die Vereinbarung von GA zur Normierung anstelle einer intensiveren Harmonisierung nur sehr oberflächlich verborgen wird.

Im Allgemeinen lässt die Kommission die Form der regulatorischen Konvergenz, die sie zu verfolgen gedenkt, unklar. Aber es gibt Gelegenheiten, bei denen vielsagende Hinweise gegeben werden. In diesen beiden Fällen vertritt die Kommission eine Strategie, nach der GA sowohl leichter umsetzbar als auch wünschbarer sei als eine umfassende regulatorische Harmonisierung.

Copyright © 2017 · All Rights Reserved · Maine Council of Churches